Forschung an Hochschulen

Neben der Forschung an den neun Universitäten und den 23 Hochschulen für angewandte Wissenschaften werden an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg mit neun Standorten sowie an den sechs Pädagogischen Hochschulen des Landes spezifische Forschungsfragen bearbeitet.

Hochschulen für Angewandte Wissenschaften 

Die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) in Baden-Württemberg beteiligen sich mit großem
Erfolg an wettbewerblichen Programmen der Forschungsförderung. Dabei treten sie als einzelne Hochschulen oder mit Partnern aus Forschung und Wirtschaft auf. In vielen Forschungsprojekten kooperieren die HAW mit den Unternehmen, insbesondere den KMU in der Region. Die Forschung der HAW ist dabei praxisnah und anwendungsorientiert, regional verankert, international vernetzt und an den internationalen Forschungs- und Innovationsstrategien ausgerichtet. Auf dieser Grundlage leistet sie einen wichtigen Beitrag zum Wissens- und Technologietransfer für den Wissenschafts-und Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg.

An den Hochschulstandorten wird die HAW-Forschung von den Instituten für Angewandte Forschung (IAF) unterstützt, während das Baden-Württemberg Center of Applied Research (BW-CAR) die Forschungsexpertise in qualitätsgesicherten Forschungsschwerpunkten überregional vernetzt und damit infrastrukturelle Synergien für Forschung auf hohem Niveau schafft.

Als strategische Verbundprojekte an HAW haben sich Zentren für Angewandte Forschung an Hochschulen (ZAFH) zur Verstetigung von Forschungsstrukturen in nachgewiesenen Kompetenzfeldern etabliert. Starke Forschungsgruppen bilden auch die Grundlage zur Einrichtung von derzeit 18 kooperativen Promotionskollegs zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses der angewandten Forschung mit intensiver Betreuung und strukturierter Promotionsausbildung in Zusammenarbeit mit den Universitäten des Landes.

Das Fächerspektrum reicht dabei von den Ingenieurwissenschaften über Wirtschafts- und Sozialwissenschaften bis zu Lebenswissenschaften und integriert interdisziplinäre Themen, wie die Mobilitätsforschung, Energie- und Umweltforschung sowie Mensch-Technik-Interaktion. 

Duale Hochschule Baden-Württemberg 

Die Verbindung von Theorie und Praxis macht die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) einzigartig. Mit der Umwandlung zur Hochschule hat die DHBW einen kooperativen Forschungsauftrag erhalten. Die Forschung erfolgt anwendungs- und transferorientiert, vor allem in Kooperation mit den Dualen Partnern. Gemeinsam werden innovative Konzepte, Strategien und Technologien entwickelt sowie die professionellen und fachlichen Bedingungen  in Wirtschaft, Technik und Sozialwesen reflektiert. Die kooperative Forschung bietet den Partnern einen deutlichen Mehrwert und dient der Verbesserung der Lehre. Die DHBW wird im Gegenzug in die fachlichen Netzwerke eingebunden. Das Support Center Forschung der DHBW bietet darüber hinaus einen umfassenden Forschungsservice an – von der Ideenentwicklung über Verträge bis hin zu Transfer und Marketing.

Pädagogische Hochschulen 

Mit den sechs Pädagogischen Hochschulen (PHs) verfügt Baden-Württemberg als einziges deutsches Bundesland über einen auf Bildungswissenschaften spezialisierten universitären Hochschultyp. Die PHs zeichnen sich durch intensive Forschungstätigkeiten aus. Die Themen reichen von der bildungswissenschaftlichen Grundlagenforschung bis zur anwendungsorientierten bildungsbezogenen Forschung in einer großen disziplinären Breite, wie u. a. empirische Lehr-Lernforschung, institutionsbezogene Bildungsforschung, Unterrichts- und Professionalisierungsforschung. Die PHs sind starke Zentren der fachdidaktischen Forschung. Die Pädagogischen Hochschulen verfügen im Rahmen ihrer Aufgabenstellung über das Promotions- und Habilitationsrecht und übernehmen daher eine große Verantwortung für die Förderung des wissenschaftlichen  Nachwuchses in den bildungswissenschaftlichen und fachdidaktischen Disziplinen. Einschlägige disziplinäre und interdisziplinäre Forschungskollegs sowie die gemeinsame Graduiertenakademie graph bieten hervorragende Rahmenbedingungen. Forschung findet an den PHs auf nationaler und internationaler Ebene und in Kooperationen mit anderen Universitäten und Forschungseinrichtungen statt. Dafür werden von den PHs jährlich mehrere Millionen Euro Drittmittel eingeworben. Drittmittelgeber sind zum Beispiel die Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG, EU und BMBF.

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